Das Olivenöl des romagnolischen Hügellandes
ist ein sehr hochwertiges Öl mit seinen wichtigen organoleptischen
Eigenschaften, das jedoch noch nicht genug bekannt und für
seinen wahren Wert geschätzt ist.
Olivenöl ist heute einer der Hauptprotagonisten der
mediterranen Küche, war jedoch für die in der
Romagna in früheren Zeiten lebenden Leute ein “Luxus”,
deren Alltag Kälte, Hunger und Mühe, vor allem
im Hinterland und in den Bergen, bedeutet hatte; in der
Tradition der romagnolischen Hausmannskost kommen vor allem
Schmalz und Speck zum Gebrauch (heute könnte man fast
sagen, ... zum Missbrauch), die dermaßen kalorienreich
sind und daher viel Energie liefern, dass man sie für
den „zweiten Wintermantel“ halten kann.
Das Olivenöl erster Pressung, das von den Olivenhainen
des Hügellandes der Provinzen Forlì-Cesena und
Rimini stammt, ist ein qualitativ hochwertiges Öl mit
seinen hervorragenden organoleptischen Eigenschaften und
einem sehr niedrigen Säuregehalt: dieses Olivenöl
hat kürzlich das geschützte Ursprungszeichen (D.O.P.)
“Colline di Romagna” (Hügelland der Romagna)
erhalten. Auf den Hügeln von Forlì und Cesena,
das Gebiet zwischen Roncofreddo, Montiano, Longiano und
Borghi, ist die Gegend, die eine beachtliche Produktion
höchster Qualität gewährleistet; ein weiteres
dafür sehr geeignetes Gebiet sind die Anhöhen
von Modigliana und Forlì, Forlimpopoli, Bertinoro,
Cesena und Savignano.
Colline di Romagna
Reines Olivenöl erster Pressung
In der Romagna ist auch der Olivenanbau-Trend im Steigen. Es
ist nicht so lange her, dass diese Art von Anbau hier nicht
viel einbrachte, aber die Verleihung des geschützten Ursprungszeichen
D.O.P. von Seiten der Europäischen Gemeinschaft wird den
Erzeugern bestimmt eine gute Gewinnspanne zu erhalten ermöglichen.
Es ist sicher kein Zufall, wenn jährlich zehn- bis zwölftausend
neue Olivenhaine gepflanzt werden, die zu den bereits existierenden
hinzukommen, unter denen jahrhundert-alte sind.
Das Gebiet hat einen beachtlichen Anteil an Olivenhainen, sowohl
vom wirtschaftlichen, als auch vom landschaftlichen Standpunkt,
obwohl diese auf gewisse Flächen beschränkt sind.
Der Olivenanbau ist mehr im mittleren und tieferen Hügelland
verbreitet. Das mittlere Hügelland bildet den inneren und
zentralen Teil des Territoriums und ist von großen Höhenunterschieden
gekennzeichnet, die normalerweise zwischen 200 und 400 m über
dem Meeresspiegel liegen. Das tiefere Hügelland hingegen
bildet den Großteil des Territoriums und ist von solchen
Erhöhungen gekennzeichnet, die unter 200 m liegen.
Der Olivenanbau in diesen Gegenden stellt zusammen mit dem Weinbau
die einzige Möglichkeit des Obstbau dar und die Betriebe
benötigen die Arbeitskräfte, die in diesen bestimmten
Zeitperioden keiner anderen beruflichen Tätigkeit nachgehen
können.
Aus statistischen Berechnungen geht hervor, dass die Region
Emilia-Romagna für ihre Olivenhaine eine Gesamtfläche
von ungefähr 1400 Hektar hat und im Einzelnen die Pflanzen
auf ca. 300.000 geschätzt werden, von denen sich 70% in
der Provinz Rimini, 20% in der Provinz Forlì-Cesena und
die restlichen 10% in der von Ravenna befinden.
Die Oliven werden in den 25 lokalen Ölpreßstuben
kaltgepresst, welche folgendermaßen im Gebiet verteilt
sind: 20 in der Provinz Rimini und 5 in der von Forlì-Cesena.