Die Reiseroute der “Strasse der
Weine und der Gaumenfreuden des Hügellandes von Forlì
und Cesena” erstreckt sich auf 287 Kilometer. Es handelt
sich um eine vielschichtige Route, da sie sechs große
Talebenen der Romagna (Tramazzo, Montone, Rabbi, Bidente,
Savio und Rubicone) im Abschnitt des Hügellandes zwischen
der Via Emilia im Norden und den südlich gelegenen
Orten (Modigliana, Dovadola, Predappio, Civitella, Mercato
Saraceno, Sogliano) querlaufend verbindet. Virtuelle Eingangstüren
zur Strasse, der geschichtlich bedeutenden Via Emilia, sind
die Städte Forlì, Forlimpopoli, Cesena und Savignano.
“Seitliche” Grenzen des Gebietes, die sich auf
die Entwicklung der Strasse beziehen, sind dieselben der
Provinz Forlì-Cesena : mit dem nord-westlich gelegenen
Gebiet von Faenza und dem süd-östlich gelegenen
Gebiet von Rimini.
Morphologie und Lebensraum eines einzigartigen Gebietes
Die
geographischen und morphologischen Charakteristiken der Region,
sowie die besondere Anordnung der Stätten der Weinkultur
und Gastronomie haben keine ausgesprochen ringförmige Gestaltung
der Reisetrecke gestattet, auch wenn eine Unzahl an Strassen
(welche heutzutage alle asphaltiert sind) dem Reisenden die
Möglichkeit geben, über Berggipfel und die seitlich
liegenden Täler immer wieder (wenn er will) zum Ausgangspunkt
zurückzukehren, ohne dazu wieder dieselbe Strasse zurücklegen
zu müssen; die Verbindung der hinteren Gebirgskappen gestattet
es, abgesehen von einem fantastischen Panorama, zugleich vermeiden
zu können, immer dieselbe Strecke der Talsohlen zurückzulegen.
Die erwähnten 287 Kilometer sind die der Hauptreisestrecke,
welche die Durchfahrt oder die Annäherung zu sämtlichen,
der Strasse angehörenden Gemeinden, sowie den Orten, die
vom gastronomischen bzw. geschichtlichen und kulturellen Standpunkt
interessant sind, gewährleistet.
Die Hauptreisestrecke der Strasse, umfasst zudem ein dichtes
Netz an zweitrangigen Reisewegen: in diesem großen Zusammenwirken
von Strassen und Wegen sind die über hundert Betriebe und
Vereinigungen verteilt, die der „Strasse der Weine und
der Gaumenfreuden des Hügellandes von Forlì und
Cesena” angehören.
Die sechs Täler, welche die Bergkette 60-70 Kilometer entlang
ablaufen und die Grenze der Toskana zur Romagna darstellen,
gestalten ein morphologisch betrachtet komplexes Gebiet. Geologisch
betrachtet ist der mittlere und hohe Apennin der Romagna aus
mergeligen und sandigen Gestein in mehreren verschiedenen Schichten
zusammengesetzt. Der dunkle Sandstein ist gegenüber Erosion
widerstandsfähiger und der bröcklige, leicht zerfallbare
Mergel gestalten eine für den Reisenden eindrucksvolle
landschaftliche Kulisse. Wenn diese nicht von Wäldern verdeckt
ist oder in den Flussbetten gewaltige Felsen zeigt, kann man
zyklopische, häufig geneigte Verwerfungen beobachten. Großartig
und eindrucksvoll, wie die südlich von Predappio, in Galeata
und Mercato Saraceno.
Im mittleren und tieferen Hügelland erscheint auch das
Phänomen von tonhaltigen Furchen, die einen magischen Kontrast
zu den von den einheimischen Bauern bearbeiteten nahen Feldern
darstellen: einzigartig sind die Furchen, die an der Grenze
zur Strasse des Faentiner Hügellandes (Gegend Modigliana,
Converselle, Terra del Sole) sichtbar sind; ebenso die, von
einer rauen, Wildnis-ähnlichen Schönheit auf der Strecke
Meldola-Pieve di Rivoschio-Voltre.
In der tiefen Romagna in der Gegend von Forlì und Cesena,
trifft man auf kleine Zentren der Täler: typisch für
diese Gegend ist das Handwerk und die landwirtschaftliche Arbeit,
Produkte vom Land und vom Bauernhof, kleine Stadtzentren in
einem ethnisch, geschichtlich und kulturell reichen Kontext.
Die geometrische Präzision, mit der die Obstgärten
im Flachland angelegt sind wandelt sich in Schönheit und
Harmonie der runden Hügel mit seinen Weingärten um,
die man zum Beispiel in der Gegend von Castiglione, Predappio,
Bertinoro, Savignano bewundern kann.
Von Geschichte geprägt
Die
historischen Vermächtnisse in dieser Gegend leben heute
noch auf. Über die geo-historischen Disputationen bezüglich
welchen Stromes der Gegend von Cesena / Savignano (Rubikon ,
Urgon oder Pisciatello) hinaus, Julius Cäsar die berühmte
Aussage der Rebellion gegenüber Rom machte (alea iacta
est), hat die römische Epoche ihre Spuren in der ländlichen
Gegend von Cesena in starker Weise hinterlassen. Zeuge davon
ist das Werk der römischen Ingenieure, sei es im Bezug
auf Zivilbauten, die Landwirtschaft oder das Militärwesen,
was durch die geniale antike römische Zenturieneinteilung
zum Ausdruck kommt.
In Forlimpopoli hingegen ist in der gewaltigen Burg das Städtische
Archeologische Museum zu besuchen, das für die römische
Epoche zu einem der bedeutendsten und vollständigsten Norditaliens
zählt.
Das byzantinische Exarchat übte mittels der Abtei von S.Ellero
in Galeata die spirituelle und politische Kontrolle über
die religiösen Zentren des Hügel- und Berglandes aus:
während im höheren Apennin oder an ungangbaren Orten
Klöster von bemerkenswerter Wichtigkeit entstanden, wurden
im tieferen Hügelland Pfarrkirchen errichtet (wie in Bertinoro,
Civitella, Meldola, Modigliana), die in den darauffolgenden
mittelalterlichen Perioden in castrum (wie eine Burgfestung)
verstärkt wurden.
Es waren demnach die Malatesta, die vor allem das Gebiet um
Rimini und Cesena (Cesena, Montiano, Longiano, Roncofreddo,
Borghi, Sogliano), sowohl in geschichtlicher, als auch künstlerisch-kultureller
Hinsicht geprägt haben.
Was hingegen den Einfluss der Toskana, also die “florentinische
Romagna” bezeugt (Architektur, Toponomastik, gewisse gastronomische
Rezepte), so sind die Merkmale auf der Strasse des Hügellandes
von Forlì und Cesena eindeutig zu beobachten, wie etwa in Castrocaro
- Terra del Sole, Dovadola und Modigliana, die fünf Jahrhunderte
lang vom Großherzogtum der Toskana verwaltet wurden.
Lebensqualität, die Urlaubsqualität garantiert
Das
Hügelland von Forlì und Cesena: ein Gebiet, das so vielfältig
und reich an Werten und Möglichkeiten, an Dienstleistungen und
Infrastrukturen ist, um ein außerordentliches Tourismusangebot
darzustellen; Aroma, Farben und der Duft der typischen lokalen Speisen
und seiner Weine, und das ist noch nicht Alles: künstlerisches
und traditionelles Handwerk; Feste, Jahrmärkte, Kirmes, die die
Tradition zu ehren wissen; die erstklassige, bekannte Gastfreundschaft
des Hotelfachs und der Herbergen, die modern ausgebauten Thermalorte;
Möglichkeit an leichteren sportlichen Aktivitäten: Spazieren,
Trekking, Reiten, Mountain bike; Radsport (ein Großteil der
‘Nove Colli’ (Neun Hügel), die einzigartige Radrennstrecke
der Romagna, durchläuft die Strasse der Weine und der Gaumenfreuden).
Nicht zu vergessen ist die für die Romagna typische “Lebenskultur”
der Leute, die vor allem in den Hinterlandsvierteln zu spüren
ist. Die Orte an der Strasse der Weine und der Gaumenfreuden des Hügellandes
von Forlì und Cesena: dort wo das Angebot für den Touristen
die Qualität der Gegend in Urlaubsqualität umsetzt.